Das außergewöhnliche Musikstück (2) – Der Totentanz von Franz Liszt

In der vorigen Ausgabe stelle ich ein neueres Stück vor, in dem fast nichts passiert.

Als möglichst großen Kontrast betrachten wir heute daher ein älteres Stück, in dem sehr viel los ist: den grandiosen Totentanz von Franz Liszt, für Klavier und Orchester.

Ich gehe davon aus, dass der nicht völlig unbekannt ist, allerdings sehe ich ihn nie in irgendwelchen Spielplänen auftauchen (von denen ich jedoch nur wenige lese). Im Wikipedia-Eintrag über Liszt ist der Totentanz nicht einmal erwähnt. Erst in der „list of compositions“ finde ich ihn. Der Eintrag über den Totentanz in der deutschsprachigen Wikipedia ist mager, mehr Informationen bietet die englische. Summa summarum meine ich, dass er das Kriterium eines außergewöhnlichen Musikstückes erfüllt.

„Der Totentanz, auch als Paraphrase über „Dies irae“ oder als Danse macabre bezeichnet, ist ein konzertanter Variationszyklus von Franz Liszt für Solo-Klavier und Orchester, der ein Thema des Gregorianischen Chorals, das Dies Irae (Lat, etwa: Tag des Zorns), mit dem Thema des Totentanzes verbindet.“ schreibt die deutsche Wikipedia.

Die englische informiert uns, dass Liszt sich von der (prächtigen!) Symphonie fantastique von Hector Berlioz inspirieren ließ.

Wie dem auch sei, der Totentanz ist ein rund 15 Minuten langes donnerndes Stück mit „Bumms“, bei dem es kaum jemand schafft, ruhig sitzen zu bleiben. Ich z. B. wedle dabei meist mit den Armen in der Luft herum, wohl einen Dirigenten mimend.

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