Das außergewöhnliche Musikstück (7) – Magnus Lindberg

In der vorigen Ausgabe erwähnte ich Alfred Schnittke als mögliches Thema für diese Mal. Das lasse ich lieber. Zum einen fühle ich mich Schnittkes Œuvre derzeit nicht gewachse. Zum anderen meine ich, dass es ein „zu starker Tobak“ (wie man in Fachkreisen sagt) für unsere kleine, leichtfüßige Kolumne ist.

Also etwas anderes.

Nämlich das Violinkonzert Nr. 1 von Magnus Lindberg, welches mir recht gut gefällt (simple minds – simple pleasures).

Lindberg komponierte es 2006, Lisa Batiashvili, der das Stück gewidmet ist, spielte die Uraufführung.

„The lengthy, riveting cadenza near the end of the work is full of beauty and surprise, and it samples the full gamut of violin technique,…“ schrieb ein Kritiker.

Hier der erste von drei Sätzen:


(Bessere technische Qualität gibt’s auf CD!)

Und als Bonus fallen mir zwei Stücke ein, die wohl irgendwie dazu passen.

Zum Einen das wunderbare Violin Concerto in D minor Op. 47 von Sibelius. Auch mit Violine, auch von einem Skandinavier. Na also!
Auch ist es leichter „verdaulich“ als das Konzert von Lindberg.

Und an einer Stelle kann man deutlich hören, woher der Komponist der Filmmusik von „Herr der Ringe“ seine „Inspiration“ bezog.

Ich kenne die Versionen mit Hilary Hahn und Batiashvili und kann beide empfehlen.

Der zweite Bonus ist ein Stück, „das das Fassungsvermögen der Zeitgenossen von 1826 – Zuhörern, Interpreten und Verlegern – überstieg„.

Nämlich die prächtige Große Fuge op. 133 B-Dur, „ein in den Jahren 1825 bis 1826 entstandenes Stück für Streichquartett von Ludwig van Beethoven„.

Damals ein Flop!

Ludwig van“ war damit seiner Zeit weit voraus. Das heutige Publikum kommt mit dem Stück also sicher problemlos klar:

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