Städtereise nach Kopenhagen: Kunst, Kultur, Kiffen

Anbei einige subjektive, knappe Bemerkungen über Kopenhagen, die Ihnen vielleicht Anregungen für Ihre eigene Reise geben.

Wir gingen hin ohne allzuviele Erwartungen und müssen jetzt sagen, dass Kopenhagen eine unserer Lieblingsstädte geworden ist.

– Die Stadt hat gute „Vibes“, es herrscht eine angenehme Atmosphäre. Sie hat auch viele hübsche Gebäude (auf dem Bild oben sieht man das offensichtlich sehr beliebte Rathaus von 1905), viel Geschichte, viel Wasser, nette Bewohner. Schönes Zentrum, lange Einkaufsstrasse. Die Oper hatte leider Sommerpause.

– Kopenhagen ist recht teuer. Weil eines meiner Hobbys ist, mir im Ausland die Haare schneiden zu lassen, ging ich zu einem beliebigen Ein-Mann Friseur „um die Ecke“. Der Haarschnitt kostete dort 78 Euro (und war nicht einmal so gut wie der vorige für 12 Euro in Irland). So ging’s dann weiter. So gut wie alles ist deutlich teuer als in Deutschland.

– Kopenhagen hat gute Museen. Eines zum Beispiel ist das Statens Museum for Kunst. Hier gibt es Werke aus diversen Bereichen und Perioden zu sehen, am beeindruckendsten fanden wir die sehr große Abteilung für Kunst nach 1900. Dort sind endlich einmal Künstler ausgestellt, die man sonst eher nicht findet. Und ganz interessante Werke! Hier sind einige Eindrücke:

– Ebenso hat das Design Museum Danmark eine umfangreiche Ausstellung über dänische Designer!

– In der CULTURE BOX, „Kopenhagens bestem Techno Club“ mochte ich nicht lange bleiben. An dem Abend zumindest spielte man etwas, das klang wie eine Mischung aus Techno, House und Hiphop (Detroit??). Schlimm. Von DJs, die ständig die Hände über ihren Köpfen zusammenklatschten, wohl um das Publikum zum mitklatschen zu animieren. Entsetzlich.

– Für eine aufgeklärte, moderne Stadt empfanden wir es als erstaunlich lästig, für uns Vegetarier etwas Adäquates zu essen zu finden. Dafür empfanden wir den Kaffee in Kopenhagen besser, als z. B. im nahegelegenen Stockholm (außer in der SAS-Lounge im Flughafen. Die haben grauenhaften Kaffee.)

Aber hier kann man vielfältig und entspannt essen:
copenhagenstreetfood.dk
Coole Atmosphäre. Am Wasser.

– Ganz besonders hübsch ist die Anlage des Kastell, welches unser Reiseführer mit keinem Wort erwähnt.
de.wikipedia.org/wiki/Kastell_von_Kopenhagen

Kastell: Teletubbyland

– Mit einem Hund sollte man die Stadt nicht besuchen. Überall Leinenzwang.

Ai Weiwei hat einige Rettungswesten zurück gelassen

– Wir fanden ein Hotel, dass für Unternehmungen in der Stadt besonders gut und hübsch gelegen ist: das Admiral Hotel (wir durften aber auch hinein). Es ist für das Gebotene viel zu teuer (Überraschung!) und das Bad roch muffig, nicht nur nach dem Plastik-Duschvorhang. Aber: es liegt sehr sehr gut! (Schnelles Internet)

– Sehr entspannt geht es in Christiania zu, einer „staatlich geduldeten autonomen Gemeinde.“ Die ist berühmt, deshalb von Touristen (wie uns) sehr frequentiert. Christiania hat uns endgültig für die Stadt eingenommen. Wie fühlten uns dort so wohl, dass wir gleich an zwei Tagen hinliefen. Wir wissen nicht einmal, warum.

Viel mehr Bilder sind hier.

An den (wohl eher weichen) Drogen, die in der Pusher Street (Fotografieren verboten), verkauft werden, liegt es nicht, denn wir nehmen keine (ich würde ja, aber meine Frau, mein persönlicher Zensor, verbietet es mir). Dieser Bereich ist äußerst pittoresk: Die Händler haben putzige kleine Stände aufgestellt, an den man ein buntes Allerlei an wunderlichen „Darreichungsformen“ problemlos kaufen kann.
Konsumieren darf man in Christiania ausnahmsweise auch: Als wir uns irgendwo zum Essen hingesetzt hatten, packte ein anderer Gast neben uns eine große Plastiktüte Gras aus, und drehte sich völlig gelassen vor aller Augen gekonnt eine gewaltige Tüte. Das fand ich sehr hübsch. Es roch dann auch recht gut.

In Christiania ist übrigens auch kulturell und gastronomisch einiges geboten. Liegt auch schön. Viel Grün, am Wasser (klar…).

Insgesamt: Was für ein besonderer Ort! Wir überlegten eine Weile hin und her, ob wir irgendwo auf der Welt ein ähnlich angenehmes Stadtviertel kennen: Nein. Keines.
de.wikipedia.org/wiki/Freistadt_Christiania

Fazit: Kopenhagen – Fahren Sie mal hin!


Wärend ich diesen Text schreibe, höre ich diesen gelungenen Mix:

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